Nach der Predigtreihe im letzten Frühjahr über Römer 1-8 kam aus der Gemeinde die Bitte, auch den Rest des Römerbriefs in Predigten auszulegen.
Dieser Bitte kommen wir in diesem Frühjahr gerne nach. Die Predigtreihe startet am 18. Februar mit einem Überblick über die Kapitel 9-11, in denen es um das spannende Thema „Israel“ geht. Dann geht es weiter mit den sehr praktischen Abschnitten aus Römer 12-16, die direkt in unseren Alltag hineinsprechen. Am 6. Mai kommt die Predigtreihe zu ihrem Abschluss.
Für jeden Bibeltext der Predigtreihe findet ihr nachfolgend Fragen. Sie sind gedacht für die persönliche Beschäftigung mit den Texten, aber auch für Bibelgespräche in den Hauskreisen.
Und nun wünsche ich uns allen viel geistlichen Gewinn aus der Beschäftigung mit diesem vielleicht wichtigsten Brief der Weltgeschichte! Raimund Puy

Rö.9-11 Gottes Weg mit seinem Volk Israel

1. Wie geht ihr mit Nachrichten aus Israel um?
Haben wir als Christen eine innere Beziehung zum jüdischen Volk oder nicht?
2. Was bedeuten für euch die Vätergeschichten des Alten Testaments?
3. Wie geht es euch mit der Botschaft der „Erwählung“? Was bedeutet „Erwählung“, was bedeutet sie nicht?
4. Wieso ist Christus das Ende des Gesetzes (Röm.10,4)? Was bedeutet diese Aussage?
5. Welche Aussagen über die Beziehung zwischen Christen und Juden macht das Kapitel 11?
6. Welche Hoffnung können wir für Israel haben?
7. Was bedeutet das für unsere Beziehung zu Juden und Israel?

Rö.12, 1-8 Gabenorientiertes Gemeindeleben

1. Was meint Paulus mit „wahrem Gottesdienst“ (Vers 1)?
2. Wo stehen wir als Christen heute in der Gefahr, uns der Welt anzupassen?
3. Paulus ermahnt die Christen zur Hingabe an Gott! Was hindert uns daran?
4. Vergleicht die Gnadengaben in Röm.12 mit denen in 1.Kor.12, 7-11 und Eph.4, 11! Welche Entdeckungen macht ihr?
5. Kennt ihr eure Gaben? Wie könnt ihr sie entdecken?
6. Wie könnte unsere Gemeinde mehr gabenorientiert leben? Was müsste sich ändern?

Rö.12, 9-21 Liebevolle Beziehungen in der Gemeinde

1. Paulus zeichnet ein schönes Bild von Gemeinde. Wie weit sind wir von solchem liebevollen Umgang miteinander entfernt?
2. Was kann uns helfen, liebevolle Beziehungen in der Gemeinde und im Hauskreis zu entwickeln? Was kann jeder von uns dazu beitragen?
3. Was bedeutet „lasst das Feuer des Heiligen Geistes in euch immer stärker werden!“ (Vers 11)? Was können wir praktisch dafür tun?
4. Was bedeutet: „Segnet, die euch verfolgen!“ (Vers 14)? Wie geht das praktisch?
5. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, mit allen Menschen Frieden halten zu wollen (Vers 18)?
6. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, Böses durch Gutes zu überwinden (Vers 21)?

Rö.13, 1-7 Politische Verantwortung der Christen

1. Vergleicht den ersten Satz in Vers 1 in verschiedenen Übersetzungen! Was löse die verschiedenen Übersetzungen aus?
2. Was ist die grundsätzliche Aussage des Abschnitts über den Staat?
3. Welche Folgen hat die grundsätzliche Bejahung staatlicher Macht für unser Verhältnis zum Staat (Regierung, Parteien, Wahlen, politischem Engagement)?
4. Was ergibt sich aus der positiven Einstellung des Apostels zu staatlichen Gesetzen für unseren Umgang mit
– der Straßenverkehrsordnung
– der Einkommenssteuererklärung
– Schwarzarbeit
– dem Ehescheidungsrecht
– der Ehe für alle
5. Wo hat für Christen der Gehorsam dem Staat gegenüber seine Grenzen? Wo muss ihm widersprochen werden?

Rö.13,8-14 Liebe und Hoffnung als Ausdruck des Glaubens

1. Sprecht darüber, was es bedeutet, dass die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist (Vers 10)!
2. Was meint ihr zu der Aussage des Kirchenvaters Augustinus: „Liebe und tue, was du willst!“? Ist das Paulus‘ Aussage hier?
3. Inwieweit spielt der Gedanke an das zweite Kommen Jesu für euch (k)eine Rolle?
4. Welche Bilder benutzt Paulus, um die nahe Wiederkunft Jesu Christi zu beschreiben?
5. Wie äußert sich die Erwartung der Wiederkunft Jesu heute?
6. Welche Bedeutung hat sie
– für unsere persönliche Lebensgestaltung?
– für unsere politische Verantwortung?
– für die missionarische Gemeindearbeit?
7. Wie kann eine gesunde Erwartung des zweiten Ankunft Jesu eurer Meinung nach aussehen?

Rö.14,1-12 Gegenseitige Rücksichtnahme in der Gemeinde

1. Was war der entscheidende Konfliktpunkt in der Gemeinde in Rom?
2. Wie nimmt Paulus dazu Stellung?
3. Welche Kriterien können uns in einem Streitpunkt helfen, eine biblisch begründete Meinung zu finden?
4. Wo gibt es heute – in der Christenheit überhaupt, aber auch in unserer Gemeinde – Konflikte durch unterschiedliche Überzeugungen?
5. Was meint ihr: Gelingt es uns als Gemeinde, konstruktiv mit unterschiedlichen Überzeugungen umzugehen oder eher nicht?
6. Was löst die Offenheit des Paulus für unterschiedliche Überzeugungen bei euch aus
– Verunsicherung?
– Angst vor Verlust einer klaren Orientierung?
– Freude über Weite und Offenheit?

Rö. 14,13-15,13 Dem Beispiel „Christus“ folgen

1. Was ist mit „Anstoß oder Ärgernis“ (Röm.14,13) gemeint?
2. Was sind laut Paulus die Grenzen evangelischer Freiheit? Was lässt sich aus dem Text erkennen?
3. Manche wehren sich gegen die Forderung „gegenseitiger Rücksichtnahme“, weil sie eine „Tyrannei der Schwachen“ befürchten. Was meint ihr dazu?
4. Wie kann es uns gelingen, uns gegenseitig anzunehmen (15,7)?
5. Wo liegen mögliche Konfliktpunkte in unserer Gemeinde?
6. Wie kann ein „Schwacher“ stark werden?

Röm.15,14-16,27 Rückblick und Ausblick

1. In Kap.15, 14-33 erläutert Paulus sein Selbstverständnis.
Inwiefern ist das Bekanntmachen des Evangeliums ein „priesterlicher Auftrag“? Was meint Paulus damit?
2. Vergleicht Röm.15, 18-19 mit Markus 16, 15-18: In welchem Verhältnis stehen Wortverkündigung und Zeichen und Wunder?
3. Warum will Paulus nach Jerusalem? Welche Beziehung hat er zur Jerusalemer Urgemeinde?
4. Was veranlasst Paulus, nach Spanien zu reisen und dort das Evangelium zu verkünden? Welche Rolle spielt in seinen Plänen die Gemeinde in Rom?
5. In Röm.16, 17-20 warnt Paulus vor Irrlehrern. Welche Irrlehren bedrohen heute die christlichen Gemeinden?
6. Das Kapitel 16 enthält hauptsächlich Grüße. Warum kennt Paulus so viele Leute in Rom, wenn er dort noch nie war und warum sind ihm die Grüße so wichtig?
7. Beendet den Abend mit dem gemeinsamen Lobpreis Gottes (siehe 16, 25-27)!